Orientierungspunkte für das Erstellen von Blogbeiträgen

Auch bei Onlinepublikationen wie einem Blog kommt es letztlich darauf, dass die Beiträge inhaltlich überzeugen, daran können auch Längen und Formatierungsvorgaben nur wenig ändern. Dennoch gibt es zahlreiche Studien zur Usability und Analysen von Zugriffszeiten auf Blogartikel, die Hinweise auf gewisse Ober- und Untergrenzen nahelegen.1

Überschriften

Bei der Fülle an Informationen, die wir in den Streams der Social Media Kanäle angezeigt bekommen, neigen viele zu einem selektiven Umgang, der bereits bei der Überschrift beginnt. So werden vor allem „die ersten und die letzten drei Wörter einer Überschrift“2 tatsächlich gelesen. Wer demnach sichergehen will, dass die gesamte Überschrift gelesen wird, beschränkt sich auf sechs Wörter.

Artikellänge

Eine weitere Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Lesern nach etwa sieben Minuten abnimmt. Bei einer durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von 200 bis 250 Wörtern pro Minute scheint eine Länge von 1.400 bis 1.750 Wörter für einen Blogbeitrag geeignet,3 obgleich es sich hierbei nur um einen Richtwert handeln kann, nicht um eine obligatorische Vorgabe.

Formatierungen

Neben der Länge der Beiträge sorgen Absätze und die Begrenzung der Zeilenlänge für eine gute Lesbarkeit. Das Layout wurde bereits von der Agentur kerygma4 so angepasst, dass pro Zeile ungefährt zwölf Wörtern zu lesen sind. Ferner lässt sich beobachten, dass kürzere Absätze eher gelesen werden als längere. Daher wird empfohlen, nach etwa vier Zeilen einen Absatz einzufügen.5

Gendersensible Sprache und Rechtschreibung

In der Evangelischen Kirche im Rheinland hat man sich darauf verständigt stets weibliche und männliche Formen nebeneinander zu nennen, d.h. Vikarinnen und Vikare / Pfarrerinnen und Pfarrer.6 Auch die Autorinnen und Autoren von meine.ekir.de werden gebeten, ihre Texte so zu verfassen. Im Menü von meine.ekir.de wurde aus gestalterischen Gründen abweichend mit dem Gender-Star gearbeitet (Autor*innen).

Die Qualität von Texten hängt zu einem Großteil von korrekter Orthografie und Grammatik ab. Das gilt nicht nur für die Perspektive der Leserinnen und Lesern, sondern auch im Sinne der Suchmaschinenoptimierung ist eine möglichst niedrige Fehlerrate erstrebenswert.

Insofern wird zu erarbeiten sein, wie hier hier die Qualität gewährleistet werden kann, ohne zusätzliche Ressourcen seitens der beteiligten Abteilungen des Landeskirchenamtes zu binden. Denkbar ist die Bildung von Autor*innen-Paaren oder -Tripeln, die gegenseitig für die Korrektur verantwortlich sind.

Verwendung von Bildern und Grafiken

Bei der Verwendung von Bildmaterial ist auf eine rechtlich einwandfreie Kennzeichnung zu achten. Die Autorinnen und Autoren werden darauf hingewiesen, dass sie eigenes Fotomaterial verwenden können und dass verschiedene Onlineportale Bildmaterial gemeinfrei anbieten.

Zu überlegen ist, ob die EKiR den Autorinnen und Autoren für einzelne Beiträge technische Unterstützung anbieten kann. Denkbar sind etwas das zur Verfügung stellen von Kameratechnik, Unterstützung bei der Recherche von Bildmaterial o.ä.


1http://t3n.de/news/conl.tent-marVgeting-blog-facebook-tweet-laenge-549249/

2Ebd.

3https://medium.com/data-lab/74b9f41509b

4Die Agentur kergyma hat das Projekt mit WordPress und dem Theme „Zuki“ umgesetzt.

5Vgl. http://t3n.de/news/content-marketing-blog-facebook-tweet-laenge-549249/

6Vgl. §3 GleiStG